Samstag, 15. September 2007

Chris WG Party vs. Burning Down Ingolstadt

Geplant war ein Kletterwochenende in Ingolstadt um den Auszug meines Bruders zu feiern. Da ich nun erstens die ganze Woche am Stock gegangen bin, wegen Höllen Kreuzschmerzen, wollt ich mich trotz Besserung nicht an den Fels hängen (war übrigens Magnesiummangel). Und zweites hab ich vorgestern bei der Arbeit versuch ein 40cm Brotmesser im Fall zu fangen ... blöde Idee ... richtig blöde Idee.. verheilt aber gut.
Also nichts wie ab zu Chris WG Party....
Die ganze Nacht haben wir Coins gespielt, uns über alles und jeden tot gelacht, die grüne Wand angestarrt und morgens um halb 6 die Bahn nach Hause genommen.

Sonntag, 9. September 2007

Kerwa Essa

Für alle Nichtfranken: Eine Kerwa ist eine Kirchweih und Essa das traditionelle Familienessen dazu. Mit der Kerwa verbind ich jede Menge schöne Erinnerungen. Meine Oma hat mir früher immer einen Kerwakreutzer gegeben. Mit den 2 Mark bin ich dann in Winterhausen zur Schiessbude gelaufen und hab jede Menge Plastikrosen runtergeschossen (hatte ein ruhiges Händchen). Zu besonderen Anlässen gabs dann auch mal einen grossen Kreutzer, das waren dann 5 Mark, zu Ostern oder Pfingsten, die ich beim Tante Emmaladen „Trunk“ in Eiskonfekt und Gummischlagen eingetauscht hab. War das toll !!
Um wieder in die Jetztzeit zu kommen: Ich bin seid China endlich wieder daheim, mein Bruder und Gemahlin seid vorgestern auch aus Australien und da geh wir doch mal schick zum Sonntagsessen. Im Gasthof zum Bären bestell ich mir feine Winzernudeln mit Trauben in einer Silvanersosse (ooooh, die Franken können halt kochen), die anderen schmelzen mit Hirschbraten, Winzerpfännchen und Fränkischen Hochzeitsessen dahin (= Rindfleisch mit Meerrettich und Nudel). Bei Kaffee und Kuchen (das ist soo Klischee, ich weiss) gab’s endlich die G’schichten und Fotos von der Hochzeitsreise: Auf einer kleinen Insel in Nordaustralien sassen sie mitten in einem Zyklonausläufer eine Woche fest – alle Strassen dort waren überschwemmt und Daniel ist mit nem grossen Landrover Jeep durch die Pfützen geschürt. Im Zyklonauge, also die paar Stunden wo der der Wind nicht über das Strandhäuschen hinweg peitscht, konnten sie mit einer Fähre von der sturmabgewandten Seite der Insel „flüchten.“
Für die Tour um und an den Ayers Rock haben sie sich die verpeilteste Reiseführerin aller Zeiten ausgesucht. Ich hab ein Bild von ihr gesehen und bin abgebrochen – ein kleines zartes Persönchen, die total ahnungslos mit verdrehten Beinen in der Landschaft steht. Die Reisegruppe ist in den Bergen dauernd zickzack gelaufen weil sie den Weg vergessen hat und sie wieder umkehren mussten. Der Kracher ist aber, als sie zum Sonnenuntergang zum Ayers Rock total verspätet fuhren. Alle anderen Gruppen sitzen schon seid Stunden auf Decken, picknicken mit Käse und Rotwein um in aller Ruhe dieses fantastische Naturschauspiel zu geniessen . Und was macht sie? Während der Fels schon glüht, versucht sie zum fünften Mal rückwärts einzuparken- mein Bruder hätt am liebsten den Sitz rausgerissen und sie damit erschlagen. Die süssesten und entzückendsten Fotos stammen von einer Kangaroo Rescue Farm. An den Highways wächst an den Seitenstreifen durch das Kondenzwasser der vorbeifahrenden Trucks besonders zartes Grün. Die Känguruhs kommen dadurch näher an die Strasse und werden während sie das Gras fressen mit dem Kopf von einem Auto erfasst. In ihren Beuteln sind jedoch noch unbeschadet ihre Jungen. Die werden von Rescue Helpers oder Autofahrern mitgenommen und in diesen Farmen abgegeben. Der Pfleger trägt sie in Leinensäcken umher, sodass nur der Kopf und die Beine rausschauen. John nimmt sie mit zur Arbeit, zum Einkaufen, einfach überall hin- ist wie ne Handtasche. Wenn sie gross genug sind werden sie ausgewildert und freigelassen.
Nach dem Besuch haben die beiden keine Känguruhsteaks mehr gegessen.

Samstag, 1. September 2007

Petek's offizielle NICHT- Geburtstagsfeier

Bebek mit zwei Bebis:
Bodo und unser spitzenmega Geschenk- eine Tasche für ihren Laptop

Die besten Schokomuffins ever mit Zuckerschrift by the one and only Killer Kween elMira ! Alle Namen waren nicht anwesend, dafür gab's mehr für uns !! YUMMY !!!

Montag, 27. August 2007

Reinfeiern im Park

Es ist Ende August, der Tag wunderbar warm und sonnig, also kaufen wir den Penny leer und schmeissen uns auf ne Decke in den Park. Tara, David, Mira, Petek und ich glühen mit Trinkspielchen "what's the name of the game?" "thunder!" gut vor, bis 4 Minuten vor Mitternacht Bodo noch angespreiselt kommt. Mit Geburstagsgesängen lass ich den Sektkorken knallen, der nur knapp an meinem Kopf vorbeifliegt (hat dat Ding jemand gschüttelt oder wat?) - feucht fröhlich feiert's sich am Besten.
Knutsch das Geburtstagskind

Da keiner auf die spontane Feier vorbereitet war, wurde uns recht schnell, recht kalt. Daher wurde es keine Nachtschicht, aber bis halb 2 haben wir durchgehalten.

Sonntag, 26. August 2007

Edvard Munch Zeichen der Moderne

Ein bisschen Kunst muss schon sein. Und wenn sich das mit einer Sweet Home Reunion verbinden lässt, dann Sachen gepackt und los für einen Sonntagsausflug zur Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall.
Ein Fahrrad unter einer Brücke festgeschraubt (Kunst oder Willkür?)

Da ich vor Jahren Schwäbisch Gmünd besucht habe, hatte ich es mir als kleines verträumtes Örtchen vorgestellt- von wegen! Ich bin mir vorgekommen wie im Toscana Urlaub. Kleine enge Gässchen ( wo man sich klasse gegenstemmen kann :D), prunkvolle Stadtbauten, überall Projekte der Kunst- und Designhochschulen und dann noch die exquisit ausgesuchte Edvard Munch Ausstellung. Eine Duftgallerie mit Essenzen von Melisse über Grapefruit bis Nelke.

"Der Schrei" war natürlich nicht dabei, der wurde ja gestohlen- aber sehr viele herausragende Drucke wie die "Madonna", sowie Holzschnitte, Radierungen, Öl- und Aquarellbilder. Traumhaft. Vor allem bei seinen Potraits ist es zu empfehlen sich ganz nah an sie zu stellen. In einem gemalten Ohr findet sich über grün, violett, gelb, rot, blau, eigentlich alle Farben- doch das Ergebnis ist in sich stimmig und wirkt nicht überdreht abstrakt. Ein Meister der Farben.
Rothaarige waren oft Motiv für seine Bilder
Die Madonna

Montag, 20. August 2007

Kittens

Ich bin für eineinhalb Wochen Katzenmama! Jeden Abend schau ich nach der Arbeit vorbei. Schon wenn ich den Schlüssel ins Schloss stecke, höre ich wie sie angerannt kommen. Dann die Tür einen Spalt aufschieben und vier Köpfchen schauen neugierig raus.
Der kuschelige Perser
Die Mietze

Einmal hab ich ihnen zur Belohnung einen Forelle-Lachs Katzenstick mitgebracht, daraufhin haben sie jedes Mal meine Tasche durchwühlt und wenn dann noch etwas darin geraschelt hat waren sie nimmer zu bremsen. Es ist so einfach sie zu beschäftigen: aufs Sofa setzen, etwas essen und das Papierchen auf den Boden werfen und die Mietzis jagen es für die nächsten 15 Minuten. Solche süssen Sputzis. **vermiss**
Sputzer gib mir ein Küsschen <3

Donnerstag, 16. August 2007

Meedelsabend zur Urlaubszeit

Tara ist aus Frankreich zurück, ich aus China, Petek ist auch da- also wieder mal Zeit für einen Mädelsabend! Leider springt Mira kurzfristig ab, weil sie nun doch mit dem Schbie nach Italien fährt. Na ihren allerersten Urlaub werden wir da ganz sicher nicht im Weg stehen! Muss sie selbst wissen, wenn sie meinen kulinarisch meisterlichen Kichererbsen- Auberginen Salat mit reichlich Knoblauch in Fladenbrot verpasst ^-^

Sonntag, 12. August 2007

Mittelaltermarkt Angelbachtal

Feine Sache, dass es am Sonntag drauf gleich noch mal geklappt hat. Ins Angelbachtal fahren wir schon etwas länger, da es Höhe Heidelberg liegt. Dafür ist es beeindruckend gross.
Iris hüpft von einem Fellstand zu anderen und deckt sich mit allerlei Tier für ihren Überwurf ein. Den Farbkombinationen der Kaninchenfelle zufolge wird das ein sehr schönes Stück werden ( auch wenn ich generell gegen Fell bin). Auf dem Esslinger Mittelaltermarkt im Dezember werde ich den zu sehen bekommen. Ich finde dort einen schönen schweren Baumwollumhang, der bis zum Boden geht. Eigentlich hätte ich lieber ein Kleid genommen, aber leider endeten die schon über Knöchelhöhe. Ich muss es mir halt doch maasfertigen lassen. Das Ritterturnier verfolgen wir nur am Rande. Es ist kein Vergleich zu dem Wikingerwettstreit von Hohenbeilstein. Ansonsten decken wir uns mit Kleemilchkäse, Holzamuletten, Met und einer Flasche allerfeinsten Drachenlikör ein. Die nimmt aber Iris mit, denn sie wird bei unseren Mittelalterkochabend geköpft. Das Wetter spielt mit („Das ist das erste Mal das ich auf Angelbachtal bin und es regnet nicht. Cool !“ Zitat Iris) und es ist einfach nur schön. Da es auch der letzte Abend des Marktes ist, gibt es abschliessend eine Revue mit allen Gauklern, Musiker und Schwertkämpfern.


Mittwoch, 8. August 2007

08.08.08

Den ganzen Tag Bilder und Berichte von Beijing im Fernsehen verfolgen. Schön.
Nicht nur, dass die Spiele am 08.08.08 beginnen um dieser Glückszahl zu huldigen, auch alle Maskottchen haben eine Bedeutung:







Beibei symbolisiert Chinas traditionelle Kultur und Kunst.
Der Fisch und das Wasser sind Symbole für Erfolg und Ertrag.










Jingjing bringt Kinder zum Lachen.
Der Panda als nationaler Schatz und der Lotus, der seinen Kopf ziert symbolisiert die Verbindung zwischen Mensch und Natur.










Huanhuan ist unter den Maskottchen der grosse Bruder.
Er symbolisiert den olympischen Gedanken, die olymp. Fackel, Freundschaft, Leidenschaft und Enthusiasmus.






Yingying ist eine schnelle, agile Antilope.
Sie symbolisiert die Weite Chinas, Gesundheit, körperliche Stärke aus dem Einklang mit der Natur.
Das Ironische an der Figur ist, dass es Antilopen v.a. in Tibet gibt und auch der Kopfschmuck tibetischen Ursprung ist. Warum sie wohl gerade darauf wert gelegt haben, mmh?






Nini ist unschuldig, frei und voller Freude wie eine Schwalbe.
Schwalbe kann auch "yan" ausgesprochen werden. Yanjing war der frühere Name von Beijing.

Sonntag, 5. August 2007

Mittelalterliches Burgspektakel Beilstein

Schon lange hatten wir’s vor, doch immer ist was dazwischen gekommen und endlich hat es heute geklappt, dass ich mit Iris & Robert auf den Mittelaltermarkt gehen konnte. Beilstein liegt ca. 45min von Stuttgart, hinter Heilbronn. Schon früh morgens trafen wir uns mit Olli und Momo vor dem Tor.Hohenbeilstein ist vor allem durch seine Falknerei bekannt. Wir kommen auch genau rechtzeitig zur ersten Flugshow des Tages, ein riesiger Geier schwebt elegant über die Zuschauermenge, landet und humpelt, hüpft an uns vorbei. Einem 7 oder 8jährigen Jungen ist das doch nicht so geheuer und er nimmt meine Hand. Ich gugg runter, er wird knallrot und rennt weg **niedlich**. Der Markt ist doch recht gross und als wir an einem Töpfer und Steingut Laden vorbeischauen, schnappt sich der Verkäufer mein Bein und legt eine Eisenkette mit Steinkugel an, die auch sofort den Hang runterkullert. Hexen sind halt nicht erwünscht. Wartet nur bis Vollmond, verschliesst Eure Fenster gut, denn sonst ist Euer Erstgeborene ist Mein! MOUHAHA !!
Unsere Gruppe wird durch die Freundin von Iris’ Bruder und deren Freunde immer grösser. Momo versucht immer wieder uns zu überreden doch in den Badezuber zu steigen. Stattdessen klettern wir lieber auf den Turm und schauen uns von dort die nächste komplette Flugvorführung mit Falken, Geiern und einer wunderschönen Eule an, die direkt neben uns gestartet ist.
Der krönender Abschluss des Tages wurde ich mit Seilen gefangen genommen um als Hexe auf einer Schaukel über einem Wasserbecken zu sitzen. Es gibt zehn Stricke zum ziehen und einer lässt sie runterrasseln. Es ist zwar schön warm, aber ich bin eitel genug um meine Frisur für die ich heut morgen ne Stunde im Bad war nicht zu ruinieren. Stattdessen wird der Mönch, der mich gefangen genommen hat an den Pranger gestellt und ja, wer mag den Seilen ziehen? Ich natürlich ^-^ Obwohl man die Stricke selber aussucht, passiert beim ersten natürlich nichts- Iris macht auch einen Versuch- dann ziehe ich wieder, die umliegenden Ladenbesitzer bezahlen, aber ich darf ziehen! Es gibt noch Hexenfreunde! Und meine Hexenfreude war riesig, als der vorletzte Strick ENDLICH diesen unreligiösen Mönch ins kalte Wasser fallen liess!!
JUBELT!!! LASST DIE HÖRNER UND TROMMELN ERSCHALLEN! JUBELT!

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